Stralsunder Schützen-Compagnie 1451 e.V.

  Wer ist die Blaue Compagnie?
Wappen der Schützencompagnie

Als im Jahr 1944 die letzte Generalversammlung der Stralsunder Schützencompagnie stattfand, konnte niemand ahnen das die Stralsunder Schützencompagnie für 50 Jahre aus der Geschichte der Hansestadt Stralsund verschwinden würde.

Erst 1989 nach den politischen Umwälzungen in der damaligen DDR, war es möglich auch an die Traditionen vergangener Jahrhunderte anzuknüpfen. Mit der Gründung des Traditionsschützenvereins wurde an die Überlieferungen der Vergangenheit angeknüpft. Im Jahre 1995 wurden durch einen Teil der Mitglieder des Traditionsschützenvereins die historischen Uniformen der Stralsunder Schützencompagnie neu beschafft.
1998 wurden von diesen Mitgliedern die Stralsunder Schützencompagnie im Traditionsschützenverein wiedergegründet. Die Hauptaufgabe der Schützencompagnie ist die Pflege und Wahrung der Jahrhundertalten Tradition des Schützenwesendes der Stadt Stralsund und die Erforschung der geschichtlichen Ereignisse im Zusammenhang Schützencompagnie und Hansestadt Stralsund.

Mit dem neuen Statut aus dem Jahre 2006 wurde dem Verein der alte Namen Stralsunder Schützen-Compagnie 1451 e.V. zurückgegeben. Mit der Der Struktur aus dem Jahre 1852 wurde aus der Schützencompagnie die Blaue Compagnie(zweiter Zug), was den blauen Uniformen geschuldet ist.

Die Gründungsmitglieder 1998 der Stralsunder Schützencompagnie, jetzt die Blaue Compagnie

Einen besonderen Schwerpunkt des Interesses liegt unter anderen auf der Erhaltung des Andenkens der patriotischen Taten Ferdinand von Schill.

Schill, der in Stralsund am 31. Mai 1809 gefallen ist, kämpfte für ein vereinigtes deutsche Vaterland und gegen Fremdherrschaft.

Da ein Bestandteil des Schützenwesend auch die Bewahrung unserer historischen Wurzeln ist, dieser jedoch mit den aktiven Sportschießen und Wettkampfbetrieb nur bedingt zusammenwirkt, ist dieser Teil unserer Vereinsarbeit nun in interessierte Hände gelegt worden.

Die Mitglieder verstehen sich aber auch als direkte Traditionsträger der über vierhundertjährigen Tradition der Stralsunder Schützencompagnie.

Eine Bereicherung der historischen Landschaft Stralsund ist das Schillzimmer im Hotel Norddeutscher Hof auf dem Neuen Markt in Stralsund.

Hier sind Dokumente, Waffen und Uniformen aus der Zeit Schills zu betrachten. Aber auch viele Gegenstände aus der weiteren Geschichte Stralsunds haben sich im laufe der Zeit angesammelt. Gleichzeitig dient es im für einen stielvollen Rahmen zu Gruppenveranstaltungen.

Das Schillzimmer im Norddeutschen Hof treffen sich die Mitglieder der heutigen Schützencopmagnie zu ihren Zusammenkünften. Interessantes aus der Geschichte, Vergnügliches oder ein gemütlichen Abend werden angeboten.

Das Schillzimmer wurde am 28. Mai 2000 freilich eröffnet.
Wer interessiert ist, kann sich bei den zur Zeit amtierenden Altermann Torsten Bremer melden. Wir freuen uns auf jeden, der die Historie der Hansestadt Stralsund mit erforschen will.
Das Jahr 2001 wurde durch eine weitere Neuheit, ein historisches Kanonenschießen erweitert. Vor der Stadtmauer Stralsund's böllerten die Kanonen zur Erinnerung vom Freiheitskampf Schills um Stralsund. Alle Mitglieder des Vereins und viele Gäste aus anderen Vereinen erneuerten die Tradition des Befreiungskampfes Ferdinand von Schill.


Ehrenwache am Grabe F. v. Schill

Ein besonderer Höhepunkt im Vereinsleben war die Aufnahme unseres ehemaligen Oberbürgermeisters in den Schützenverein. Bei einem Besuch bei der Schützencompagnie stand das fröhliche Beisammensein im Mittelpunkt des Abends. Natürlich hat er aufgrund seiner Aufgaben nur geringe Zeit sich um die Vereinarbeit zu kümmern, aber er hatte immer ein ofenes Ohr, wenn es um die Belage des Sportes in Stralsund geht.

In Zeiten knapper Kassen müssen die Vereine soviel wie möglich aus eigener Kraft erreichen, damit unsere Aufgabe, die Gewähleistung des Kinder- und Jugensport, erfüllt wird.

Im Jahre 2002 war die Schützencompagnie zum 700. Jährigen Bestehen der Duderstäter Schützen in Niedersachen eingeladen. Hier wurden nur Vereine eingeladen, welche vor dem Jahre 1700 gegründet worden waren.

Über 3.000 Schützen und 50.000 Zuschauer gestalteten das Fest zu einen besonderen Höhepunkt.

Der Umzug war 12 Km lang und vereinte viele historische Uniformen und Vereine. Für die Schützencompagnie, welche die historische Arbeit im Traditionsschützenverein führt, war dieses Fest eine besondere Auszeichnung daran teilzunehmen.

Das Jahr 2003 brachte zwei Höhepunkte in dem Leben der Schützencompagnie: 1. Die Verleiung des Status des Weltkulturerbes an die Altstadt Straslunds und die Teilnahme an Schützenfeste der St.Sebastius-Schützenbrüderschaft Gerresheim 1427 e.V.

Beide Höhepunkte waren eine Bereicherung der Arbeit der Schützencopmpagnie.

Besonders aber der Festakt in der Marienkirche war ein besonderes Erlebnis. Nach den Standarten der Handwerkergilden, welche die enge Verbundenheit des Handwerks um den Erhalt der baulichen Substanz darstellte, durften auch wir unsere Verbundenheit mit der Tradition der Hansestadt Stralsund ausdrücken.